So bleibt dein Antrieb geschmeidig, leise und zuverlässig.
Der Kettenantrieb ist das am weitesten verbreitete Antriebssystem am Fahrrad. Er ist leicht, effizient und mit allen gängigen Schaltungen kompatibel. Gleichzeitig ist er offen gebaut und dadurch empfindlich gegenüber äußeren Einflüssen wie Staub, Nässe oder Straßenschmutz. Damit die Kette dauerhaft sauber und geschmeidig läuft, braucht sie regelmäßige Aufmerksamkeit. Dabei kommt es nicht nur auf die Optik an, sondern vor allem auf eine reibungsarme Funktion und möglichst geringen Verschleiß.
Das Schmiermittel ist entscheidend für die Lebensdauer der Kette. Ohne Schutzfilm kommt es zu erhöhtem Verschleiß weil Bolzen und Laschen direkt aneinander reiben. Für trockene Bedingungen reicht ein leichtes Öl. Bei nassem Wetter oder im Winter solltest du ein robusteres Mittel verwenden das besser haftet.
Wichtig ist dass du das Öl sparsam aufträgst am besten gezielt auf die Innenseite der Kette. So gelangt es direkt an die Stellen wo es gebraucht wird. Überschüssiges Öl sollte nach kurzer Einwirkzeit entfernt werden damit sich kein unnötiger Schmutz sammelt.
Viele Hersteller geben auf der Verpackung oder in der Produktbeschreibung an für welche Bedingungen das Öl am besten geeignet ist. Ein kurzer Blick lohnt sich also bevor du zur Flasche greifst.
Mit der Zeit lockert sich das Spiel in den Kettengelenken. Die Kette wird länger und greift nicht mehr sauber in die Zahnprofile. Dadurch läuft der Antrieb unruhig und Ritzel sowie Kettenblätter nutzen sich schneller ab.
Ob deine Kette noch in Ordnung ist kannst du ganz einfach mit einer Kettenlehre prüfen. Das ist ein kleines Werkzeug aus Metall mit zwei Haken oder Nasen. Die meisten Modelle haben zwei Messseiten oft mit den Zahlen 0,5 und 0,75 oder 0,75 und 1,0 beschriftet. Diese Werte stehen für den Verschleißgrad in Millimetern pro Glied.
So gehst du vor
Lege die Kettenlehre flach auf die Kette und setze die erste Seite zum Beispiel 0,5 mit beiden Enden in zwei aufeinanderfolgende Kettenglieder. Wenn die Lehre nicht vollständig hineinrutscht ist noch alles in Ordnung. Rutscht sie leicht dazwischen kannst du die zweite Seite prüfen. Lässt sich auch die Seite 0,75 oder 1,0 komplett einlegen ist die Kette verschlissen und sollte ausgetauscht werden.
Je nach Hersteller und Schaltungstyp gelten leicht unterschiedliche Grenzwerte – bei einfachen Schaltungen reicht oft 1,0 bei modernen elf- oder zwölffach-Systemen sollte spätestens ab 0,5 gewechselt werden.
Auch Rost steife Glieder oder Knackgeräusche beim Treten sind klare Anzeichen dafür dass die Kette nicht mehr optimal arbeitet. Wenn du rechtzeitig reagierst schützt du deinen gesamten Antrieb und musst später nicht auch noch Ritzel und Kettenblätter tauschen.
Wie oft du deine Kette pflegen solltest hängt davon ab wie und wo du unterwegs bist. Wenn du meist bei trockenem Wetter fährst reicht eine Reinigung alle zweihundert bis dreihundert Kilometer. Bei Regen Schotter oder im Winter brauchst du öfter Pflege. Auch nach Pfützenfahrten oder langen Touren lohnt sich eine schnelle Zwischenreinigung.
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